Wie ist der Leitfaden zu verwenden?
Es ist wirklich einfach!
Die Route, die ich erstellt habe, ist so aufgebaut, dass Sie eine praktische Route haben, um die Stadt zu erkunden! Vor jeder Attraktion finden Sie Schaltflächen wie die folgende 👇🏻👇🏻👇🏻
Drücken Sie einfach auf die Schaltfläche und Sie werden mit Google Maps zum nächsten Punkt geführt! Sobald Sie Ihr Ziel erreicht haben, können Sie zu diesem Führer zurückkehren und alle Informationen und Wissenswertes lesen oder hören!
Im nächsten Abschnitt werde ich Ihnen auch eine Karte der gesamten Strecke überlassen, aber Sie werden es nicht brauchen, um die Stadt zu erkunden!
Wenn Sie eine Demo zur Verwendung des Leitfadens sehen möchten, klicken Sie auf die Schaltfläche unten 👇🏻👇🏻👇🏻
Assisi ist eine kleine, auf einem Hügel gelegene Stadt, die in ganz Italien als Geburtsort des Heiligen Franziskus, einer der Hauptfiguren der katholischen Kirche, bekannt ist.

Dieser Ort ist voll von wunderbaren Kunstwerken, die im Laufe der Jahrhunderte von den bedeutendsten italienischen Künstlern wie Giotto, Cimabue und Simone Martini geschaffen wurden.
Bei der Erstellung dieses Reiseführers wurde ich von Arianna unterstützt, einer Freundin aus Umbrien. Dank ihr hatte ich die Gelegenheit, einige wirklich interessante Orte zu entdecken, und ich kann es kaum erwarten, Ihnen davon zu erzählen😉.
Die Tour, die ich heute vorschlage, ist etwa 3 km lang und beginnt an der Kirche Santa Chiara (Klicken Sie hier, um dorthin zu gelangen)!
Ps: Wenn Sie etwas brauchen, können Sie mich gerne über Whatsapp kontaktieren, indem Sie hier klicken!
Und jetzt... auf geht's!
Die Tournee!
Kartenvorschau und ihre Verwendung
Ich zeige Ihnen die Vorschau auf unsere Route! Wenn Sie durch den Führer scrollen, finden Sie Schaltflächen zum Anklicken, die Sie immer zur nächsten Attraktion/zum nächsten Monument führen (Diese Karte soll Ihnen nur einen Überblick über die Reiseroute geben, Sie müssen sie nicht sofort benutzen.🤓)!
Die gelben Markierungen sind die Denkmäler und Sehenswürdigkeiten, die wir sehen werden.
Die braunen Markierungen sind einige Extras, die nicht in unserer Tour enthalten sind, die Sie aber besuchen können, wenn Sie noch Zeit haben.
Die roten Markierungen hingegen gehören zu meinen Lieblingsrestaurants (mehr dazu am Ende)!
Ich würde sagen, wir sind bereit, loszulegen!
Einführung und Geschichte der Stadt
Geschichte, Kunst und Kultur: Genau aus diesen Gründen wurde Assisi in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Assisi mit seinen rund 27.000 Einwohnern ist ein bekanntes Pilgerziel! Hier lebte der heilige Franziskus, der Gründer des Franziskanerordens, eines der berühmtesten religiösen Orden der Welt!
Bevor wir uns auf den Weg machen, um die Schönheiten von Assisi zu entdecken, hier noch ein wenig Geschichte der Stadt!
Historischer Hintergrund: Die Geschichte von Assisi
Die Ursprünge von Assisi reichen bis in die vorrömische Zeit zurück, als die Stadt von den Umbrern, einem alten italischen Volk, bewohnt wurde. Später, im 4. Jahrhundert v. Chr., wurde es von den Etruskern erobert und schließlich von den Römern im 3. Während der römischen Zeit war Assisi unter dem Namen Asisium bekannt und entwickelte sich zu einer wohlhabenden Kolonie.

Das Mittelalter
Nach dem Untergang des Römischen Reiches wurde Assisi mehrmals von Barbaren überfallen und geriet unter die Kontrolle der Goten, Langobarden und Franken. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt zu einer freien Gemeinde und erlangte Autonomie und wirtschaftliche Bedeutung.
Der heilige Franziskus und das 13. Jahrhundert

Der bedeutendste Moment in der Geschichte von Assisi war die Zeit des Heiligen Franziskus im 13. Geboren als Franziskus von Pietro di Bernardone, Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns, verzichtete er auf Reichtum, um in Armut zu leben, und gründete den Franziskanerorden, der eine Botschaft des Friedens, der Einfachheit und der Liebe zur Natur verkündete. Franziskus wurde 1228 heiliggesprochen und begann im selben Jahr mit dem Bau der Basilika des Heiligen Franziskus, die zu einer der wichtigsten Pilgerstätten der Welt wurde.
Renaissance und Neuzeit
Während der Renaissance erlebte Assisi unter der Herrschaft des Kirchenstaates eine Zeit relativer Ruhe. In dieser Zeit wurden zahlreiche Kirchen und Paläste gebaut und eingerichtet. Die Stadt behielt ihre spirituelle und kulturelle Bedeutung.
Im 19. Jahrhundert, mit der Vereinigung Italiens, wurde Assisi Teil des neuen italienischen Staates.
Die Herkunft des Namens der Stadt Assisi ist ungewiss, aber Historiker haben die Hypothese aufgestellt, dass er sich vom lateinischen Wort Asisium ableiten könnte, was so viel wie "Stadt des Falken" oder "Stadt des Habichts" bedeutet, einer bestimmten Art von Raubvogel.

Diese Theorie hängt also mit der römischen Kolonisierung des Gebiets im 3. Jahrhundert v. Chr. zusammen. Eine andere Theorie verbindet den Namen mit dem lateinischen Begriff ossa, was "Bach" bedeutet. In diesem Fall würde der Ursprung des Namens mit der Nähe des Flusses Assino zusammenhängen.
Beginnen wir unseren Besuch der Stadt Assisi an der Basilika Santa Chiara!
A. Basilika Santa Chiara
Vor der Besichtigung der Kirche empfiehlt es sich, eine kurze Einführung in den Heiligen Franziskus und die Heilige Klara zu geben.
Der heilige Franz von Assisi war ein religiöser Mann und Gründer des Franziskanerordens, der im 12. Jahrhundert lebte. Geboren als Giovanni di Pietro di Bernardone in Assisi, Umbrien, wählte er nach einer spirituellen Bekehrung ein Leben in Armut und völliger Hingabe an Gott. Er verzichtete auf materielle Güter und predigte Werte wie Demut, Nächstenliebe und Respekt vor der Natur, die er als Abbild des Schöpfers betrachtete.

Als Franziskus auf dem Platz die symbolische Geste der Enteignung vollzieht, d. h. den Verzicht auf seine materiellen Güter, ist Chiara noch ein Kind. Chiara stammt aus einer adligen Familie, aber die Geste von Franziskus berührt sie tief.

Am Palmsonntag des Jahres 1211 fand Klara den Mut, alles zu verlassen und Franziskus zu folgen. Trotz der Missbilligung ihres Vaters und seiner Versuche, sie nach Hause zurückzuholen, wurde Klara zur Gründerin einer bedeutenden Frauenbewegung, der Klarissen, deren Einfluss bis in die Gegenwart reicht. Sie verfasste die Ordensregel und erhielt das "Privileg der Armut" von Papst Gregor IX. und kurz vor ihrem Tod am 9. August 1253 die endgültige Zustimmung von Papst Innozenz IV.
Was war diese "Regel" und dieses "Privileg"? Die erste legt die grundlegenden Prinzipien für die Klarissen fest. Sie ist zutiefst von der Regel des Heiligen Franziskus inspiriert und fördert:
- Radikale Armut: Die Nonnen besitzen keinen Besitz, weder persönlich noch als Gemeinschaft, und leben von Almosen und Gaben.
- Gebet und Klausur: Sie widmen ihr Leben dem Gebet, der Stille und der Kontemplation und bleiben im Kloster.
- Gehorsam und Demut: Sie müssen der Mutter Oberin folgen und in Demut und gegenseitiger Nächstenliebe leben.
Das Privileg der Armut gewährte den Klarissen das Recht, ohne Eigentum zu leben, und verhinderte, dass sie gezwungen waren, Eigentum zu besitzen, wie es von den Orden aus Gründen der wirtschaftlichen Sicherheit oft verlangt wurde. Dadurch konnten Klara und ihre Schwestern einen Lebensstil pflegen, der den Idealen des Franziskus entsprach: ein Leben in völliger Abhängigkeit von der Vorsehung.
Dieses Privileg war für die damalige Zeit ein einzigartiger und revolutionärer Akt, der die Bedeutung der absoluten Armut als Akt des Glaubens unterstrich.

Die Basilika Santa Chiara wurde auf dem Hügel gegenüber der Basilika San Francesco errichtet. Die beiden Basiliken, deren Fassaden vom romanischen Vorbild inspiriert sind, scheinen durch ihre Schlichtheit miteinander zu kommunizieren. Beide haben ein dreieckiges Tympanon und eine zentrale Fensterrose, die eine spirituelle Umarmung für die Pilger symbolisiert, die durch die Straßen von Assisi gehen.
Die Kirche wurde zwischen 1257 und 1265 erbaut. Die Fassade, die sich durch Streifen aus rosa und weißem Stein aus Subasio auszeichnet, wird durch fliegende Strebepfeiler bereichert, die im vierzehnten Jahrhundert hinzugefügt wurden, um die Struktur zu stützen.
Vor dem Bau der Basilika stand an dieser Stelle die Kirche San Giorgio. Nach dem Tod der heiligen Klara wurden ihre sterblichen Überreste in der Kirche San Giorgio aufbewahrt, die auf das 11. Jahrhundert zurückgeht und auch dafür bekannt ist, dass dort zwischen 1226 und 1230 Franziskus bestattet wurde.

Die ehemalige Kirche San Giorgio wurde später als Seitenkapelle in die heutige Kirche integriert und mit Fresken von Puccio Capanna und den Schülern von Giotto und Lorenzetti geschmückt.
Auf einer Seite der Kapelle sind auch einige Gegenstände des Heiligen und des Heiligen Franziskus ausgestellt.

Hier wird das Kruzifix von San Damiano aufbewahrt, das der Überlieferung nach zu Franziskus sprach und ihn zu einem Leben in Armut, Gehorsam und Barmherzigkeit inspirierte.

Das Innere der Kirche ist im gotischen Stil gehalten. Der Hauptaltar wird von einem Kruzifix des Meisters von Santa Chiara aus dem 13. Jahrhundert überragt, das einen Christus Patiens darstellt, der von Leiden und Tod gezeichnet ist. Dies ist das älteste Werk der gesamten Basilika.
Über dem Altar befinden sich einige Fresken, die das Thema der Jungfräulichkeit anhand von Episoden aus dem Leben der Heiligen Klara und der heiligen Jungfrauen darstellen.
Die Reliquien des Heiligen werden in der Krypta unter dem Hauptaltar aufbewahrt.
Das Kruzifix von San Damiano aus dem 11. Jahrhundert stellt den lebenden Christus dar, stehend und mit offenen Augen, ein Symbol für den Sieg über den Tod.

Im Jahr 1205 begab sich der junge Franziskus in einer geistigen Krise in die kleine, damals halb verlassene Kirche San Damiano. Während er vor dem byzantinischen Holzkruzifix betete, hörte er deutlich eine Stimme, die von Christus kam und zu ihm sprach:
"Francis, geh und repariere mein Haus, das, wie du siehst, in Trümmern liegt."
Franziskus nahm die Worte wörtlich und begann, die Kirche von San Damiano und andere zerstörte Kirchen mit seinen Händen und mit dem Geld seines Vaters zu reparieren, was zu einem Zerwürfnis mit der Familie führte.
Mit der Zeit verstand Franziskus, dass das "Haus", das es zu reparieren galt, die Kirche als Gemeinschaft des Glaubens war, die er zu Armut, Demut und evangelischer Liebe aufrief.
Die heilige Klara von Assisi wurde 1958 von Papst Pius XII. aufgrund eines außergewöhnlichen Ereignisses in ihrem Leben zur Schutzpatronin des Fernsehens und der Telekommunikation erklärt. Der Überlieferung zufolge hatte sie, als sie schwer erkrankt war und nicht an der Weihnachtsmesse in der Kirche San Francesco teilnehmen konnte, eine wundersame Vision: Die Eucharistiefeier erschien ihr wie in einem "Film", dem sie folgen konnte, als wäre sie physisch anwesend.
Diese Episode, die als eine Art "Fern"-Übertragung interpretiert wurde, inspirierte die Assoziation mit den modernen Kommunikationsmitteln, insbesondere dem Fernsehen, das es uns ermöglicht, Ereignisse zu erleben, ohne vor Ort zu sein.
Das Wunder der Hostie der heiligen Klara ereignete sich, als die Sarazenen im Dienste Friedrichs II. das Kloster von San Damiano belagerten. Die heilige Klara, die bereits krank war, ließ sich mit der Eucharistie vor den Tabernakel bringen, zeigte den Feinden die Monstranz und betete im Glauben. Plötzlich zogen sich die Sarazenen zurück, verschreckt durch eine unsichtbare Macht. Diese Episode unterstreicht den tiefen Glauben und den Mut der Heiligen und wird zu einem Symbol für die spirituelle Kraft der Eucharistie.
Der Besuch der Basilika ist kostenlos. Die Basilika ist jeden Tag von 6:30 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Und jetzt auf zum Diözesanmuseum!
B. Diözesanmuseum und Krypta von San Rufino
Das Diözesanmuseum und die Krypta von San Rufino befindet sich in Assisi neben der Kathedrale San Rufino und ist ein Ort, der reich an Geschichte und sakraler Kunst ist. Das Museum ist in mittelalterlichen Räumen untergebracht, darunter verzierte Säle und alte Kreuzgänge. Im Inneren sind sakrale Kunstwerke aus der Kathedrale und den Kirchen der Umgebung ausgestellt. Reliquienschreine, wertvolle liturgische Gegenstände aus Gold und Silber, Gemälde und Skulpturen umbrischer und italienischer Künstler, von denen viele aus dem Mittelalter und der Renaissance stammen, sind hier ausgestellt. Außerdem sind illuminierte Manuskripte und historische Dokumente über das religiöse Leben in Assisi zu sehen.
Die Krypta von San Rufino ist Teil des Diözesanmuseums.
Krypta von San Rufino

In der Krypta, die sich unter der Kathedrale befindet, sind die Überreste einer frühchristlichen Basilika erhalten, die San Rufino geweiht war. Hier befinden sich mehrere römische archäologische Überreste, darunter Säulenfragmente, Inschriften und bearbeitete Steine, die auf ein bereits bestehendes Gebäude, vielleicht einen heidnischen Tempel, hinweisen.
Es gibt auch einige Artefakte aus der frühchristlichen Kirche, wie z. B. die Umfassungsmauern und einige Bodenmosaike.

In der Krypta befindet sich ein römischer Sarkophag aus dem 3. Jahrhundert n. Chr., der mit dem Mythos von Selene und Endymion verziert ist und in dem ursprünglich der Leichnam des Heiligen aufbewahrt wurde.
Auf der Rückseite des Sarkophags malte der Künstler Raffaello Coda im Jahr 1556 das Bildnis des Heiligen Rufino, wodurch der Sarkophag nicht nur zu einem Begräbniselement, sondern auch zu einem wichtigen Objekt der Verehrung wurde.

Die in der römischen Kunst weit verbreitete Darstellung des Mythos von Selene und Endymion symbolisiert die Ewigkeit und die Schönheit des ewigen Schlafs, ein Thema, das mit der Bestattungsfunktion des Sarkophags verbunden ist.
Nach der Überlieferung, die in der Predigt des Heiligen Petrus Damian erzählt wird, war die Überführung des Sarkophags, der den Leichnam des Heiligen Rufino enthielt, in die neue Basilika von zahlreichen Wundern begleitet, die die Heiligkeit des Heiligen bezeugten. Während des Transports des Sarkophags sollen mehrere Pilger und Gläubige, die an der Zeremonie teilgenommen hatten oder sich in der Nähe des Ortes aufhielten, auf wundersame Weise von Krankheiten und Gebrechen geheilt worden sein. Diese Heilungen wurden als Zeichen der mächtigen Fürsprache des Heiligen Rufino bei Gott gedeutet.
Darüber hinaus wurden zahlreiche wundersame Erscheinungen mit der Überführung in Verbindung gebracht, darunter Visionen und außergewöhnliche Lichtphänomene, die als Omen für die göttliche Gegenwart galten. Einige Geschichten sprechen auch von einem wundersamen Schutz, der der Stadt Assisi während des Transports des Sarkophags gewährt wurde, wodurch Naturkatastrophen und die Gefahren drohender Kriege vermieden werden sollten.
Der Komplex ist von Montag bis Freitag von 10 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr, am Samstag von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am Mittwoch ist er geschlossen. Die Eintrittskarte kostet 4 €.
Wir setzen unsere Tour fort, bis wir die Neue Kirche San Francesco Convertito erreichen!
C. Neue Kirche von San Francesco Convertito
Das Heiligtum befindet sich an dem Ort, der traditionell als Geburtsort des Heiligen Franziskus gilt. Im Jahr 1615 verwandelten die Minderbrüder dank der finanziellen Unterstützung von Philipp III., König von Spanien, diesen Ort in eine Kirche und begannen mit dem Gemeinschaftsleben und den liturgischen Feiern.

Die Kirche ist der Bekehrung des Heiligen Franziskus gewidmet. Im Inneren befindet sich das "Gefängnis", in dem der Überlieferung nach Pietro di Bernardone, der Vater des Heiligen Franziskus, seinen Sohn einsperrte, nachdem dieser in Foligno Stoffe verkauft hatte, um die Reparatur der Kirche San Damiano zu finanzieren.

Die Kirche hat den Grundriss eines griechischen Kreuzes und wird von einer mit Fresken bemalten Kuppel überragt.

Wenn man außerhalb der Kirche eine schmale Straße auf der linken Seite des kleinen Platzes vor der Wallfahrtskirche entlanggeht, erreicht man den Zugang zum äußeren Teil des Vaterhauses von San Francesco. In diesem Bereich befindet sich auch das Lagerhaus, das von Pietro di Bernardone als Lager und Geschäft für den Verkauf von feinen Stoffen genutzt wurde.

Auf dem kleinen Platz vor der Kirche befinden sich zwei Statuen des Bildhauers Joppolo, die die Eltern des Heiligen Franziskus darstellen. Jedes Jahr, am zweiten Sonntag im September, wird an diesem Ort das "Familienfest des Franziskus" gefeiert.

Das angrenzende Kloster beherbergt eine angesehene historisch-franziskanische Bibliothek, in der wertvolle Handschriften aufbewahrt werden, darunter illuminierte Kodizes, päpstliche Bullen und Chroniken sowie Inkunabeln und Bücher aus dem sechzehnten Jahrhundert.

Die Kirche ist täglich von 8 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 19.15 Uhr geöffnet.
Setzen wir unsere Tour fort und erreichen wir die Rocca di Assisi!
D. Rocca di Assisi
Die Rocca di Assisi ist ein befestigter Komplex, der aus zwei Hauptstrukturen besteht: der Rocca Maggiore und der Rocca Minore, auch bekannt als Cassero di Sant'Antonio. Beide sind aus dem typischen rosa Stein von Assisi gebaut.

Die ersten historischen Zeugnisse stammen aus der Zeit um 1173. Später wurde die Burg als vorübergehende Residenz für den jungen Friedrich II. von Schwaben, den späteren Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Sohn von Konstanz von Hauteville, unter dem Schutz des Herzogs von Spoleto gewählt. Im Jahr 1198 zwang jedoch ein Volksaufstand den Herzog und den damals erst vierjährigen Friedrich, die Festung aufzugeben, die dadurch stark beschädigt wurde. Um 1360 ordnete Kardinal Egidio Albornoz, der von Papst Innozenz VI. entsandt wurde, um die Territorien des Kirchenstaates zu stärken, den Wiederaufbau der Festung an.

Die Rocca Maggiore wurde in einer dominanten Position oberhalb der Stadt Assisi wieder aufgebaut, mit einem strategischen Blick auf das Tal des Flusses Tescio, während die Rocca Minore zum Schutz des Abhangs des Monte Subasio errichtet wurde. Kardinal Albornoz ordnete außerdem den Bau einer Mauer an, um die beiden Festungen miteinander zu verbinden und so ein einziges Verteidigungssystem zu schaffen, das in das Gebiet der Porta dei Cappuccini übergeht.

Im Laufe der Zeit wurde die Rocca Maggiore mehrfach erweitert. Die Rocca wurde ein beliebtes Ziel für Anführer und Söldner, darunter Niccolò Piccinino, der Assisi 1442 angriff. Die Chroniken berichten, dass Piccinino, beeindruckt von der Schönheit der Stadt, sich weigerte, sie zu zerstören, trotz eines großzügigen Angebots der Stadtverwaltung von Perugia.
Ab dem 16. Jahrhundert verlor die Festung allmählich ihre militärische Bedeutung und wurde zunächst zu einer Residenz für die Stadtherren und später zu einem Verwaltungsgebäude, in dem auch ein Gefängnis untergebracht war.
Die Rocca Maggiore verfügt über mehrere Türme, Bastionen, mächtige Mauern und Geheimgänge, die für mittelalterliche Festungen typisch sind und von denen einige die Festung mit der Stadt verbinden.

Die Rocca Minore, kleiner und weniger bekannt, befindet sich in unmittelbarer Nähe der Rocca Maggiore. Sie wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gebaut, um das Verteidigungssystem der Stadt weiter zu stärken.
Der rosafarbene Stein von Assisi ist ein charakteristisches Material, das für den Bau vieler Gebäude und Monumente der umbrischen Stadt verwendet wurde, darunter die Basilika San Francesco, die Rocca Maggiore und zahlreiche Kirchen und historische Gebäude. Der rosafarbene Stein von Assisi stammt vom Monte Subasio, einem Kalksteinberg in der Nähe der Stadt. Es handelt sich um eine Sorte von kompaktem Kalkstein, dessen Farbtöne je nach Menge der vorhandenen Mineralien und den Abbaubedingungen von weiß bis rosa reichen.

Die Verwendung von rosafarbenem Stein geht auf die Römerzeit zurück und verstärkte sich im Mittelalter, als Assisi eine Zeit großer Bauwut erlebte. Er wurde nicht nur für den Bau religiöser Gebäude verwendet, sondern auch für Verteidigungsmauern, Privathäuser und Fußböden. Dank seiner Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse sind viele dieser Gebäude bis heute erhalten geblieben.
Der rosafarbene Stein ist zu einem Symbol von Assisi geworden, das an die Verbindung zwischen der Stadt und der umgebenden Natur erinnert. Seine Helligkeit und seine Fähigkeit, das natürliche Licht zu reflektieren, tragen zur einzigartigen Atmosphäre von Assisi bei.
Viele Legenden ranken sich um diesen Stein. Einer davon zufolge segnete der Heilige Franziskus bei seinen Wanderungen auf dem Berg Subasio die Steinbrüche, aus denen der rosa Stein gewonnen wurde. Es heißt, dass die besondere Farbe des Steins seine Liebe zur Natur und seine göttliche Vision der Schönheit widerspiegelt. Aus diesem Grund glauben viele, dass der Stein eine Aura des Friedens und der Gelassenheit ausstrahlt, die zum spirituellen Charakter von Assisi beiträgt.
Eine andere alte Überlieferung besagt, dass während eines himmlischen Kampfes zwischen guten und rebellischen Engeln einige Tropfen des Blutes der Engel auf den Berg Subasio fielen, seine Felsen durchdrangen und sie rosa färbten. Dieses Ereignis soll den Stein verwandelt haben, so dass er einzigartig und mit einer inneren Heiligkeit aufgeladen wurde.
Die Eintrittskarte für den Besuch der Festung kostet 6 €. Die Festung ist in den Monaten März und Oktober von 10 bis 18 Uhr, in den Monaten April, Mai und September von 10 bis 19 Uhr, von Juni bis August von 10 bis 20 Uhr und von November bis Februar von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Es gibt ein kumulatives Ticket, mit dem Sie die Pinakothek, das Forum Romanum und die Rocca Maggiore für nur 12 € besuchen können. Hier ist die Website, auf der Sie es kaufen können.
Jetzt geht es zum Rathausplatz!
E. Rathausplatz
Der Rathausplatz von Assisi ist seit jeher das pulsierende Herz des sozialen und kulturellen Lebens der Stadt.

Alle Hauptstraßen, die von den Toren der Stadt ausgehen, laufen auf diesem Platz zusammen. Der Platz wurde auf einem antiken römischen Forum errichtet, das als öffentlicher Raum und Zentrum politischer und sozialer Aktivitäten diente. Im Mittelalter entstanden die wichtigsten öffentlichen Gebäude, wie der Minerva-Tempel, der erste Sitz der Stadtverwaltung von Assisi, der Palazzo del Capitano del Popolo und der Torre del Popolo.
Der Platz entwickelte sich in der Renaissance weiter, als Gebäude wie der Palazzo Bonacquisti und der Brunnen der drei Löwen hinzukamen.
Auf diesem Platz findet jedes Jahr ein sehr berühmtes Volksfest statt: das Calendimaggio.
Auf der Piazza del Comune steht der Brunnen der drei Löwen aus dem Jahr 1303, der die drei Bezirke der Stadt symbolisiert, oder besser gesagt, die drei Hauptbezirke, in die die Stadt im Mittelalter aufgeteilt war.

Dieser mittelalterliche Brunnen diente nicht nur als städtische Dekoration, sondern auch als Treffpunkt und Wasserversorgung für die Bevölkerung.
Der Brunnen besteht aus einem unteren Becken mit einer neuneckigen Form, über dem sich ein zweites rundes Becken befindet, das von einem Baluster getragen wird. Die Besonderheit dieses Brunnens sind die drei steinernen Löwen, daher der Name, die die drei historischen Stadtteile von Assisi symbolisieren: die Nobilissima Parte de Sopra, die Magnifica Parte de Sotto und die Parte di Porta San Francesco. Die Löwen, die sich an den Seiten des Brunnens befinden, sind so positioniert, dass aus ihren Mäulern ein Wasserstrahl austritt.
Der Brunnen wurde 1467 und 1772 wieder aufgebaut und ist noch immer einer der Treffpunkte für die Bürger. Das untere Becken, das in neun Seiten unterteilt ist, stützt ein zweites rundes Becken, das einen Kiefernzapfen als Symbol der Fruchtbarkeit und des Überflusses trägt.
Die Stadtpaläste von Assisi sind ein architektonischer Komplex, der aus vier Gebäuden besteht, die zwischen dem 13. und 15. Unter ihnen ragt der Palazzo dei Priori im Herzen der Stadt hervor. Sein Bau begann 1275, als die Stadtverwaltung einige Häuser kaufte, um das Gebäude zu errichten.

Der Palast wurde im Jahr 1295 fertiggestellt. Das Obergeschoss war für das Büro der fünf Prioren vorgesehen, die zusammen mit dem Podestà und dem Capitano del Popolo die Stadt verwalteten. Diese Figuren repräsentierten die Stadtverwaltung von Assisi im Mittelalter.
Im Erdgeschoss befanden sich jedoch Geschäfte, die an Gewerbetreibende wie Lebensmittelhändler, Metzger und Friseure vermietet waren, was wahrscheinlich bis 1926 der Fall war. Im Jahr 1860 wurde das Gebäude restauriert, wobei die Innenräume neu gestaltet wurden und das Gebäude zum Sitz der Stadtverwaltung wurde.

Die Innenräume des Palastes sind mit Dekorationen von großem künstlerischen Wert geschmückt. Der Wappensaal beherbergt Werke von Alessandro Venanzi, der suggestive Ansichten von Villen und Schlössern von Assisi an die Wände malte.
Da es sich um ein städtisches Gebäude handelt, ist der Palast nur bei temporären Ausstellungen oder Veranstaltungen für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der Minerva-Tempel befindet sich auf der Piazza del Comune und ist an seinen sechs perfekt erhaltenen korinthischen Säulen zu erkennen. Dieser ursprünglich der römischen Göttin Minerva geweihte Tempel wird heute als Kirche Santa Maria sopra Minerva genutzt, ein Zeichen der Kontinuität zwischen heidnischer und christlicher Verehrung.

Einigen Legenden zufolge wurde der Tempel acht Jahrhunderte vor der Gründung Roms von dem legendären Dardanus, einer Figur aus der etruskischen und griechischen Mythologie, erbaut.
Trotzdem behaupten viele Gelehrte, dass dieser Tempel in der römischen Epoche erbaut wurde, wahrscheinlich um das erste Jahrhundert nach Christus, und ursprünglich Herkules gewidmet war, wie eine später gefundene Votivtafel bezeugt. Die Widmung an die Göttin Minerva geht jedoch auf die mittelalterliche Entdeckung einer weiblichen Statue zurück, die die Bürger dazu brachte, den Ort mit der Gottheit der Weisheit in Verbindung zu bringen.
Mit dem Ende des heidnischen Kultes wurde der Tempel jahrhundertelang verlassen, bis er im 6. Jahrhundert n. Chr. von den Benediktinermönchen wiederentdeckt wurde. Die Mönche teilten das Gebäude in zwei Teile und schufen die Kirche San Donato und andere Räume. Im Jahr 1212 überließen die Mönche einen Teil des Tempels der Stadtverwaltung von Assisi, die dort ihre Büros einrichtete. Der Tempel wurde auch zum Sitz des Stadtgerichts, während die Kirche als Gefängnis genutzt wurde. Erst 1539 ordnete Papst Paul III. die Restaurierung und Widmung des Tempels an die Madonna an, und von diesem Zeitpunkt an hieß dieser Ort Kirche Santa Maria sopra Minerva.

An der Außenseite der Kirche sind noch die 6 korinthischen Säulen des Minerva-Tempels zu sehen, der als einer der besterhaltenen römischen Tempel Italiens gilt.

Das Innere der Kirche ist im Barockstil gehalten und zeichnet sich durch den Hochaltar und verschiedene Goldverzierungen und Fresken aus.
Der Eintritt ist frei und die Kirche ist jeden Tag von 8 bis 20 Uhr geöffnet.
Jetzt geht es zum Palazzo del Capitano del Popolo!
F. Palazzo del Capitano del Popolo
Der Palazzo del Capitano del Popolo Er befindet sich auf dem Hauptplatz von Assisi, neben dem Torre del Popolo, über den ich später noch berichten werde.

Der Ende des 13. Jahrhunderts errichtete Palast wurde als Sitz des Capitano del Popolo konzipiert, einer Figur, die die Macht der Gemeinde Assisi repräsentierte. Der Capitano war für die Aufrechterhaltung der Ordnung und die Verwaltung der Justiz zuständig, eine zentrale Rolle in der mittelalterlichen Politik der Stadt.
Der Palast wurde 1282 unter der Leitung des Capitano del Popolo Guidone de' Rossi aus Florenz fertiggestellt, der an der Außenwand eine Gedenktafel anbringen ließ und sein Wappen neben zwei Schilden mit dem Kreuz, dem Symbol der Gemeinde, einbauen ließ. Im Jahr 1442 wurde der Palast durch den Angriff von Niccolò Piccino auf die Stadt schwer beschädigt, wurde aber im 16.
Das Gebäude ist aus weißem Kalkstein vom Berg Subasio erbaut und besteht aus drei Stockwerken mit vier großen Bogenportalen, die ursprünglich Geschäfte und Salzlager beherbergten. Die Fassade ist mit verschiedenen Wappen von Podestà verziert.
Der Torre del Popolo ist ein imposantes rechteckiges Bauwerk, das sich neben dem Palazzo del Capitano del Popolo befindet, nur wenige Schritte vom Tempel der Minerva entfernt. Mit einer Höhe von 47 Metern wurde er ab 1257 erbaut.

Ursprünglich war der Turm für das Amt des Capitano del Popolo vorgesehen, der die Stadt ab 1267 regierte. Er wurde 1305 fertiggestellt, wie die Tafel links vom Portal bezeugt, die den Namen des damaligen Hauptmanns Cabrino da Parma trägt. Während der Bauphasen wurde der Turm auch ein wichtiges Motiv für verschiedene Fresken, die Assisi darstellen, und festigte so seine symbolische Rolle.

Am Fuße des Turms befindet sich eine Tafel, auf der die offiziellen Maße der Stadt im 14. Jahrhundert aufgeführt sind, mit Hinweisen auf die Abmessungen der in Assisi hergestellten Dachziegel, Flachziegel und Backsteine.

Die Glocke, die anlässlich des siebten Todestages des Heiligen Franziskus angefertigt wurde, ist mit einer Gravur des Gesangs der Kreaturen des Heiligen Franziskus verziert und wurde von dem Bildhauer Luigi Pettinari aus Tolentino geschaffen. Eine kleine Fotoausstellung, die in dem an die Glockenstube angrenzenden Raum eingerichtet wurde, veranschaulicht den Bau der Glocke, die Schwierigkeiten der Bürger beim Aufziehen der Glocke und die Feierlichkeiten zu ihrer Einweihung.
Daneben befinden sich drei Eisenstangen, mit denen die Längen des Rohrs, des Schritts und der Palme, der wichtigsten Maßeinheit für Stoffe im Handel, bestimmt wurden.
Als erstes Werk in italienischer Volkssprache gilt der "Gesang der Kreaturen", auch bekannt als "Sonnengesang", den der heilige Franz von Assisi um 1224 verfasste. Es handelt sich um einen poetischen Hymnus, der in einer umbrischen Volkssprache von großer Einfachheit und Schönheit verfasst wurde und eines der ersten bedeutenden Beispiele der italienischen Literatur darstellt.

Der Lobgesang feiert die Schönheit der Schöpfung und preist Gott durch die Elemente der Natur wie Sonne, Mond, Sterne, Wind, Wasser, Feuer und Erde. Es ist auch ein spiritueller Text von hohem religiösem und kulturellem Wert, der einen großen Einfluss auf die Entstehung der italienischen Poesie hatte.
Es ist eines der ersten Werke, das in einer für das Volk verständlichen Sprache geschrieben wurde und nicht in Latein, der offiziellen Sprache der Kultur und der Kirche. Dies macht es zu einem grundlegenden Schritt zur Entstehung der italienischen Literatur und zur Verwendung der Volkssprache als Literatursprache.
Der Palast kann nur zu bestimmten Anlässen besichtigt werden, es besteht jedoch die Möglichkeit, den Torre del Popolo zu besuchen.
Das Ticket für den Besuch des Turms kostet 6 €. Hier ist die Website, auf der Sie Ihre Tickets im Voraus kaufen können.
Der Turm ist täglich von 10 Uhr bis 16.20 Uhr geöffnet.

Giottos Darstellung der Piazza del Comune in den Fresken, die San Francesco gewidmet sind, wo eine Episode, die sich auf diesem Platz abspielt, verewigt ist. Dies ist eine der ersten Darstellungen einer Stadtlandschaft, die nicht nur als Hintergrund, sondern als integraler Bestandteil der Erzählung verwendet wird.
Jedes Jahr im Mai findet auf der Piazza del Comune das Calendimaggio statt, ein Fest, das seine Wurzeln in den vergangenen Jahrhunderten hat. Der Streit zwischen den beiden Teilen der Stadt, La Nobilissima Parte De Sopra und La Magnifica Parte de Sotto, ist auch heute noch das Herzstück des Festes, das die Tradition und Geschichte von Assisi feiert.

Der Calendimaggio von Assisi hat antike Ursprünge, die wahrscheinlich auf das Mittelalter zurückgehen, und ist mit Traditionen verbunden, die die Rückkehr des Frühlings feiern. Der Name selbst leitet sich aus der Kombination der Wörter "calende" (Monatsanfang) und "maggio" (Mai) ab, was auf das Fest hinweist, mit dem die Ankunft der Frühlingssaison gefeiert wird.
Historisch gesehen ist Calendimaggio ein Fest, das seine Wurzeln in den für heidnische Kulturen typischen Feiern zur Erneuerung der Natur hat, mit denen das Erwachen der Erde nach dem Winter gefeiert wurde. Diese Feiern waren oft mit Riten der Fruchtbarkeit und des Überflusses verbunden, wie z. B. die Mai-Feierlichkeiten im alten Rom, bei denen Gottheiten der Natur und des Wohlstands geehrt wurden.

Im Laufe der Zeit hat der Calendimaggio von Assisi eine historischere und bürgerliche Bedeutung angenommen und ist zu einem Fest geworden, bei dem die Stadt ihre mittelalterlichen Traditionen und die Rivalität zwischen den beiden Hauptparteien wieder aufleben lässt: die Nobilissima Parte de Sopra und die Magnifica Parte de Sotto.
Während der Festtage verwandeln sich die Gassen von Assisi und lassen die mittelalterliche Atmosphäre mit Liedern, Musik, Ritterspielen und traditionellen Gewändern wieder aufleben.
Die beiden Fraktionen treten gegeneinander an, um den Palio zu gewinnen, mit Umzügen, historischen Nachstellungen, Spielen, Herausforderungen und Gesangsdarbietungen, die alle in mittelalterlichen Kostümen die eindrucksvollsten Orte von Assisi beleben.
Der Gewinner wird von einer jährlich wechselnden Jury ausgewählt, die sich aus Experten für Geschichte, Musik und Unterhaltung zusammensetzt. Das endgültige Ergebnis, das nicht angefochten werden kann, markiert das Ende des Festivals.
Calendimaggio ist auch für die Aufnahme in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit nominiert worden.
Eine Kuriosität im Zusammenhang mit der Messung der Zeit. Wissen Sie, was zwischen dem 4. und 15. Oktober 1582 geschah? Absolut nichts, denn diese Tage.... nicht existieren!
Lassen Sie mich das näher erklären. Zur Zeit Julius Cäsars wurde berechnet, dass die Erde 365 Tage und 6 Stunden braucht, um sich um die Sonne zu drehen (ja, damals hatten viele Astronomen schon geahnt: Es war die Erde, die sich um die Sonne drehte, und nicht andersherum! Ich werde nicht näher auf dieses Thema eingehen, sonst sind wir hier noch stundenlang beschäftigt). Es war eine sehr genaue Berechnung für die damalige Zeit, aber nicht perfekt: die wahre Dauer beträgt in Wirklichkeit 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden.

So entstand der julianische Kalender, der aus 365 Tagen besteht, wobei alle 4 Jahre ein Tag für das Schaltjahr hinzugefügt wird.
Im Jahr 325 fand das "Konzil von Nizäa" statt, ein revolutionärer Moment für die katholische Kirche. Zu dieser Zeit gab es bereits "feste Feste" wie Weihnachten, aber auch "bewegliche" Feste wie Ostern. Dieses wird am ersten Vollmondsonntag nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche gefeiert, die im Jahr 325 mit dem 21. März zusammenfiel.
Im Laufe der Jahrhunderte stellte man jedoch fest, dass das Frühlingsäquinoktium nicht mehr auf den 21. März fiel! Die tatsächliche Differenz von 11 Minuten und 15 Sekunden hatte zu einer großen Abweichung geführt, bis Papst Gregor XIII. beschloss, einzugreifen, da der Abstand nun zehn Tage betrug.
Um diesen "Rechenfehler" zu korrigieren, ging man 1582 direkt vom 4. Oktober auf den 15. Oktober über, indem man diese Tage direkt eliminierte!

Dann wurde der Gregorianische Kalender eingeführt, in dem nach komplizierten Berechnungen beschlossen wurde, dass alle 100 Jahre das Schaltjahr ein normales Jahr sein würde (1700, 1800, 1900 waren keine Schaltjahre, 2000 hingegen schon, und die Reihe würde sich in den nächsten 400 Jahren auf die gleiche Weise wiederholen)!
Denken Sie, was für ein Unglück, den Geburtstag in jenen Tagen aus der Geschichte gelöscht zu feiern 😬 !
Kommen wir nun zum antiken Forum Romanum von Assisi!
G. Römisches Forum und Archäologisches Museum von Assisi
Der archäologische Bereich des römischen Forums der antiken Stadt Asisium befindet sich unter der heutigen Piazza del Comune und wurde dank der Ausgrabungen eines französischen Architekten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckt.
Heute kann man sie besichtigen, indem man die Krypta der ehemaligen Kirche San Niccolò in der Via Portica betritt.

Die Krypta ist ein kleiner rechteckiger Raum, der von Kreuzgewölben bedeckt ist und von römischen Säulen getragen wird, die aus anderen Gebäuden geborgen wurden. Im Inneren sind verschiedene Steinfunde, darunter Urnen, Sarkophage und Stelen, aus Assisi und der Umgebung sowie grafische Darstellungen des antiken Platzes ausgestellt.

Im Museum können Sie einen Teil der Terrassenmauer aus Travertinstein sehen, die den Minerva-Tempel stützt, die Überreste des Tribunals, ein steinernes Monument, das die Stühle der örtlichen Richter beherbergte, sowie Darstellungen, wie der Platz in der Antike wahrscheinlich aussah. Wenn man einen kurzen Rundgang weitergeht, stößt man auf die Überreste eines kleinen Tempels, der Castor und Pollux gewidmet ist.

Ebenfalls zu sehen sind die Tabernae, die für das antike Rom typischen Geschäftsräume.

In diesem Bereich befinden sich auch einige riesige römische Fresken aus unterirdischen Strukturen der Stadt. Der Rundgang endet im letzten Saal des Museums, in dem Statuen aus der Römerzeit ausgestellt sind.
Es gibt ein kumulatives Ticket, mit dem Sie die Pinakothek, das Forum Romanum und die Rocca Maggiore für nur 12 € besuchen können. Hier ist die Website, auf der Sie es kaufen können.
ACHTUNG: Die Website ist auf Italienisch.
Die Eintrittskarte für den Besuch des Forums allein kostet 5 €.
Das Forum Romanum ist jeden Tag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Ab 1943 fanden viele Juden Zuflucht in geschlossenen Frauenklöstern in Assisi. In der Stadt des Heiligen Franziskus ermöglichte ein effektives klandestines Netzwerk vielen die Flucht vor der Verfolgung. Diese geheime Organisation wurde von Bischof Monsignore Giuseppe Placido Nicolini und Don Aldo Brunacci, einem jungen Priester, geleitet. Die Frauenklöster erwiesen sich als ideale Orte für den Schutz und die Sicherheit der untergetauchten Juden. Zu den verschiedenen Klöstern gehörten die Klarissen, die deutschen Kapuzinerinnen, die Stigmatinerinnen und die Benediktinerinnen von St. Apollinare.
Am 16. Juli 1228 wurde Franziskus von Papst Gregor IX. zum Heiligen ernannt.
Der heilige Franz von Assisi wurde am 18. Juni 1939 von Papst Pius XII. wegen seiner tiefen geistigen und kulturellen Verbundenheit mit dem Land zum Schutzpatron Italiens ernannt. Franziskus gilt als Symbol des Friedens, der Brüderlichkeit, der Nächstenliebe und der Achtung vor der Natur - Werte, die die italienische Identität und Spiritualität verkörpern.
Jetzt verlassen wir das Zentrum von Assisi und besuchen das Oratorium von Pellegrini!
H. Oratorium der Pellegrini
Dieser Ort wurde 1457 im Auftrag der Bruderschaft von Sant'Antonio Abate und San Giacomo erbaut, um Pilgern, die im nahe gelegenen Krankenhaus untergebracht waren, die Teilnahme an religiösen Veranstaltungen zu ermöglichen. Der Innenraum hat einen quadratischen Grundriss, ein Kreuzgewölbe und freskierte Wände.

Die Gemälde aus dem Jahr 1477 sind das Werk von Matteo da Gualdo und Pierantonio Mezzastris, die ursprünglich aus Foligno stammen.

Matteo da Gualdo schmückte die Fassade mit dem Bild des thronenden Christus, umgeben von Engeln und Heiligen, darunter der Heilige Antonius der Abt und der Heilige Jakobus im unteren Register und der Heilige Christophorus neben der Eingangstür. Der Künstler hat auch die Altarwand gemalt, auf der in der Mitte die Jungfrau Maria zu sehen ist, die das segnende Kind in ihren Armen hält, auf einem Thron sitzt und von Engeln umgeben ist. An den Seiten sind der heilige Apostel Jakobus und der heilige Abt Antonius zu sehen, und oben die Szene der Verkündigung.
Pierantonio Mezzastris hat stattdessen die linke Wand mit den Wundern des heiligen Antonius des Abtes, die rechte Wand mit den Wundern des heiligen Jakobus und das Gewölbe mit dem Bild der Kirchenlehrer bemalt.
Unter den Fresken in der Kapelle befindet sich auch das "Große Wunder des Jakobspilgers" von Matteo da Gualdo.

Das "Große Wunder des Jakobspilgers" ist eine der bekanntesten und am häufigsten erzählten Episoden in den Pilgergeschichten, die in Europa vor allem durch religiöse Theateraufführungen und volkstümliche Balladen eine weite Verbreitung gefunden hat.
Die Geschichte erzählt von dem missglückten Versuch der Tochter eines Gastwirts, einen jungen Pilger zu verführen, der mit seiner Familie auf dem Weg nach Santiago de Compostela war. Um sich für seine Weigerung zu rächen, versteckte die junge Frau heimlich einen silbernen Becher in der Satteltasche des Jungen, damit er später gefunden und zu Unrecht des Diebstahls beschuldigt werden würde. Der junge Pilger wurde verhaftet und zum Tod durch den Strang verurteilt. Als sie von ihrer Pilgerreise zurückkehrten, fanden die Eltern ihren Sohn noch immer am Galgen hängend vor und weinten über ihn, weil sie überzeugt waren, dass er tot war. Doch der Junge beruhigte sie, indem er ihnen offenbarte, dass er am Leben sei und dass der Heilige Jakobus ihn beschütze. Die Eltern eilten sofort zum Richter, um ihn zu informieren, doch dieser, der mit einem Bankett beschäftigt war, weigerte sich, die Geschichte zu glauben, und behauptete, der Verurteilte sei tot, genau wie die Hähne, die bald auf den Tisch kommen würden. In diesem Moment erwachten die Hähne zum Leben und krähten kräftig, und der junge Mann wurde endlich freigelassen und mit seinen Eltern wieder vereint.
Der Eintritt ist frei und die Ausstellung ist täglich von 14.30 bis 18.00 Uhr zugänglich.
Wir setzen unsere Tour fort, bis wir die Pinacoteca Comunale Palazzo Vallemani erreichen!
I. Pinacoteca Comunale Palazzo Vallemani
Die Pinacoteca Comunale di Assisi ist ein Museum, das eine reichhaltige Sammlung von Kunstwerken, hauptsächlich aus dem Mittelalter und der Renaissance, aus dem Gebiet von Assisi und seiner Umgebung beherbergt. Das Museum ist im Palazzo Vallemani untergebracht, einem historischen Gebäude aus dem 13. Jahrhundert, das zu einem Museum umgebaut wurde.

Zu den wichtigsten Werken gehören die folgenden:
- Der Freskenzyklus von Giotto: Sie stammen aus der unteren Basilika von San Francesco und stellen eines der bedeutendsten Beispiele für Giottos Kunst dar.
- Werke von Pietro Lorenzetti: Maler aus Siena, der im 14. Jahrhundert tätig war und dessen Kunst die Entwicklung der Malerei in Umbrien stark beeinflusste.
- Gemälde von Simone Martini: Ein weiterer großer Meister aus Siena, der die mittelalterliche italienische Kunst geprägt hat.
Wie ich bereits erwähnt habe, gibt es ein kumulatives Ticket, mit dem man für nur 12 € die Pinakothek, das Forum Romanum und die Rocca Maggiore besuchen kann. Hier ist die Website, auf der Sie es kaufen können.
Alternativ dazu kostet ein Einzelticket 3 €.
Die Kunstgalerie ist von April bis Oktober von 10 bis 18 Uhr geöffnet, vom 2. November bis 24. Dezember nur an den Wochenenden von 10 bis 17 Uhr, von Montag bis Freitag nur mit Reservierung, vom 26. Dezember bis 6. Januar täglich von 10 bis 17 Uhr, vom 7. Januar bis 28. Februar nur mit Reservierung, im März nur an den Wochenenden von 10 bis 17 Uhr, von Montag bis Freitag nur mit Reservierung.
Wir schließen unsere Tour mit einem der wichtigsten Orte der Stadt ab: der Basilika des Heiligen Franziskus!
J. Basilika des Heiligen Franziskus
Als der heilige Franziskus 1226 starb, wurde sofort beschlossen, ihm zu Ehren eine Basilika zu errichten, in der seine Reliquien aufbewahrt werden sollten. Am 15. Juli 1228 erklärte Papst Gregor IX., ein Freund des Heiligen Franziskus, ihn zum Heiligen und legte am selben Tag den Grundstein für die Basilika, die auf einem Hügel in der Nähe von Assisi im Norden errichtet werden sollte.

In nur sieben Jahren, im Jahr 1235, wurde die Basilika, die aus zwei übereinander liegenden Kirchen und einem großen Glockenturm besteht, praktisch fertig gestellt und erhielt die Form, die wir heute noch sehen.
Im Mittelalter war der Hügel, auf dem die Basilika steht, als Höllenhügel bekannt, weil die zum Tode Verurteilten dort begraben wurden. Mit der Grundsteinlegung der Basilika wurde der Hügel jedoch in "Paradieshügel" umbenannt.

Die Basilika des Heiligen Franziskus in Assisi ist in zwei Hauptbereiche unterteilt, die Untere und die Obere Basilika, die durch eine große Mauer voneinander getrennt sind, die den Unterschied markiert.
Untere Basilika
Die Untere Basilika ist der älteste Teil der Basilika und wurde errichtet, um Pilger aufzunehmen und die sterblichen Überreste des Heiligen Franziskus zu bewahren. Franziskus zu bewachen. Sie hat ein einziges Kirchenschiff mit Fresken an der Decke und einem weichen Licht, das durch das Fehlen von Öffnungen für natürliches Licht entsteht.

Die Krypta von San Francesco, in der der Heilige begraben ist, befindet sich unter dem Kirchenschiff und ist über eine Treppe zugänglich.

Die Wände der Unteren Basilika sind vollständig mit Fresken bemalt.
Obere Basilika
Dieser über der Unteren Basilika errichtete Teil ist größer und hat dank der gotischen Buntglasfenster, die farbiges Licht hereinlassen, eine hellere Atmosphäre.

Die Basilika San Francesco, insbesondere die obere Basilika, ist eines der ersten Beispiele für gotische Architektur in Italien. Die Glasfenster, die sakrale Szenen darstellen, gehören zu den ältesten in Italien und wurden von Kunsthandwerkern aus dem Ausland hergestellt.

Es ist jedoch die außergewöhnliche malerische Dekoration, die die Basilika zu einem universellen Kunstwerk macht.
Im Laufe einiger Jahrzehnte, zwischen der zweiten Hälfte des 13. und dem Beginn des 14. Jahrhunderts, waren einige der größten Künstler der damaligen Zeit an der Ausschmückung der Basilika beteiligt. Um die spirituelle Botschaft des Heiligen Franziskus zu interpretieren, entwickelten diese Maler eine neue künstlerische Sprache. Zu den bekanntesten gehören Cimabue, Torriti, Lorenzetti und Martini, aber der Name, der am engsten mit Assisi verbunden ist, ist der von Giotto di Bondone. Giotto war es nämlich, der Ende des 13. Jahrhunderts den wichtigsten Freskenzyklus im Hauptschiff der Oberen Basilika schuf, der das Leben des Heiligen Franziskus erzählt.

Diese Fresken markierten die endgültige Überwindung der byzantinischen Kunst im Westen und den Beginn einer neuen Ära in der italienischen Kunst.
Hinter der Basilika befindet sich der Sacro Convento, ein großer Klosterkomplex, in dem die Gemeinschaft der Franziskanermönche untergebracht ist. Der Kreuzgang des Klosters mit seinem faszinierenden Blick auf Assisi ist ein Ort der Meditation und Besinnung.
Franz von Assisi ist nicht nur wegen seiner außergewöhnlichen Spiritualität und Bescheidenheit in Erinnerung geblieben, sondern auch wegen der zahlreichen Wunder, die ihm zugeschrieben werden. Diese Ereignisse, die sich während seines Lebens und nach seinem Tod ereigneten, zeugen von seiner tiefen Verbundenheit mit Gott, der Natur und den Menschen.
Eines der berühmtesten Wunder ist das Wunder des Wolfes von Gubbio: Ein wilder Wolf terrorisierte die Stadt und griff Menschen und Tiere an. Franziskus stellte sich dem Tier, sprach sanft mit ihm und überzeugte es, keinen Schaden mehr anzurichten. Von diesem Moment an lebte der Wolf friedlich unter den Einwohnern, die sich um ihn kümmerten.
Eine weitere bekannte Episode ist die Predigt an die Vögel, als Franziskus zu den auf einem Feld versammelten Vögeln sprach und sie ihm schweigend zuhörten. Dieses Wunder steht für seine Liebe zu allen Lebewesen.
Zu den Heilungswundern gehört, dass Franziskus einen Aussätzigen geheilt haben soll, indem er dessen Wunden wusch und für ihn betete. Ebenso gelang es ihm, während einer Wallfahrt an einem trockenen Ort eine wundersame Quelle sprudeln zu lassen, um den Durst der Mönche zu stillen.
Das Wunder der Stigmata, das sich 1224 auf dem Monte della Verna ereignete, ist vielleicht das außergewöhnlichste. Franziskus erhielt die Wundmale des gekreuzigten Christus, ein bis dahin einmaliges Ereignis in der Geschichte des Christentums.

Es gibt auch Geschichten über die Vermehrung von Brot, als es Franziskus gelang, eine große Gruppe von Armen und Brüdern während einer Hungersnot zu ernähren. Ein anderes Mal gelang es ihm dank der Kraft seines Wortes und seiner friedensstiftenden Präsenz, den Frieden zwischen rivalisierenden Gruppierungen wiederherzustellen.
Die Unterkirche ist täglich von 6:00 bis 18:30 Uhr geöffnet, schließt aber mittwochs um 18:00 Uhr und samstags um 19:00 Uhr. Die Oberkirche ist von 8.30 bis 17.45 Uhr geöffnet. Die Besichtigung der Basilika ist kostenlos.
Unser Rundgang ist zu Ende, aber es bleibt noch ein wichtiges Thema zu behandeln: die typischen Gerichte der Stadt!
Typische Gerichte und wo man sie essen kann
Ich glaube, dass es eine verpasste Chance ist, eine Stadt zu besuchen, ohne ihre typischen Gerichte zu probieren! Deshalb möchte ich zusammen mit Arianna über die berühmtesten Gerichte der Stadt und unsere Lieblingsrestaurants sprechen!
Umbricelli in Rancetto
Umbricelli, auch Lombrichi genannt, sind eine Art handwerklich hergestellter Nudeln, die den Spaghetti ähneln, aber dicker sind. Sie werden mit einer Soße aus Speck, Tomaten, Majoran, Knoblauch, geriebenem Pecorino oder Zwiebeln zubereitet, je nach Vorliebe. Dieses Gericht, das in der umbrischen Tradition verwurzelt ist, ist ein kulinarisches Erlebnis, das man nicht verpassen sollte.

Stringozzi mit schwarzem Trüffel aus Norcia
Stringozzi sind lange Nudeln, die Fettuccine ähneln und, wie der Name schon sagt, Schnürsenkeln ähneln (stringhe auf Italienisch). Sie werden oft mit dem berühmten schwarzen Trüffel aus Norcia serviert, schmecken aber auch mit anderen Gewürzen wie Steinpilzen, Spargel, Gänsesoße oder der klassischen Spoletina (Tomate, Knoblauch, Basilikum, Öl, Pfeffer und Chilischote). Eine ganz und gar umbrische Spezialität, die man nicht verpassen sollte.

Corallina Umbra
Corallina ist ein typisch umbrisches Pökelfleisch, das Ergebnis der alten Schweinemetzgereikunst. Sie wird hauptsächlich aus mageren Schweinefleischstücken hergestellt, die mit fetten Teilen angereichert sind, die ihr Geschmack und Weichheit verleihen und sie für jeden Gaumen unwiderstehlich machen.

Bruschetta mit Öl
Die Bruschetta ist ein einfaches, aber unübertroffenes Gericht, das den authentischen Geschmack des umbrischen Olivenöls hervorhebt. Das über der Glut geröstete Brot wird mit Knoblauch, einem Spritzer frisch gepresstem nativem Olivenöl extra und einer Prise Salz aromatisiert und ergibt ein einfaches, aber unwiderstehliches Ergebnis.

Ciaramicola
Die Ciaramicola ist ein traditionelles Osterdessert, das typisch für Perugia ist. Es handelt sich um einen mit Alchermes gewürzten Donut, der mit einer weichen Eiweißglasur überzogen und mit bunten Streuseln verziert ist.

Taube alla ghiotta
Die Taube alla ghiotta ist eines der symbolträchtigsten Gerichte der umbrischen Küche und wird von den Bewohnern der Region besonders geschätzt. Sie wird ganz am Spieß gegart und mit einer Soße serviert, die aus dem Bratensaft zubereitet wird, der mit den Innereien des Vogels angereichert ist, um einen intensiven und einzigartigen Geschmack zu erzielen.

Lamm-Scottadito
Typisch für die kulinarische Tradition von Assisi wird das Scottadito-Lamm langsam gegrillt, um ein saftiges und zartes Fleisch zu erhalten. Dieses Gericht, ein Symbol der umbrischen Gastronomie, ist eine wahre Delikatesse.

Torta al Testo
Die Torta al testo, auch Crescia genannt, ist eine Art Focaccia, die mit Mehl, Wasser, Salz und Backpulver zubereitet wird und als Alternative zu Brot entstanden ist. Sie kann mit Gemüse, Käse und Wurstwaren gefüllt werden und bietet eine vielseitige und köstliche Grundlage für jede Mahlzeit.

Wo kann man all diese Köstlichkeiten essen?
Trattoria Pallotta : Typisches regionales Restaurant seit 1860. Klicken Sie hier, um dorthin zu gelangen!
Ristorante Pizzeria il Menestrello: Dieses Restaurant befindet sich direkt innerhalb der römischen Stadtmauern und bietet typische Gerichte an. Klicken Sie hier, um dorthin zu gelangen!
Osteria la Piazzetta delle Erbe: Ein junger und freundlicher Ort, um traditionelle Gerichte zu genießen. Klicken Sie hier, um dorthin zu gelangen!
Gelateria LeccaPaletta Assisi: Ausgezeichnete Eisdiele im Stadtzentrum. Klicken Sie hier, um dorthin zu gelangen!
La Lanterna Ristorante Pizzeria: Tolle Pizzeria. Klicken Sie hier, um dorthin zu gelangen!
Taverna dei Consoli: Alte umbrische Trattoria mit traditionellen Produkten. Klicken Sie hier, um dorthin zu gelangen!
Ristorante il Vicoletto: Hier finden Sie traditionelle Gerichte der Stadt Assisi. Klicken Sie hier, um dorthin zu gelangen!
Das Ende?
Leider haben wir unsere Tour beendet! Es gibt jedoch einige Dinge in der Umgebung von Assisi, die Sie besuchen könnten: Ich gebe euch unten ein paar Tipps!
Basilika Santa Maria degli Angeli

Imposante Basilika mit der Portiunkula, einer kleinen Kirche, die dem Heiligen Franziskus geweiht ist, und dem Transitus, wo der Heilige starb. Es ist ein Ort von großer spiritueller Bedeutung.
Bosco di San Francesco (Assisi)

Eine natürliche, meditative Oase am Fuße von Assisi mit Naturpfaden und Werken wie Pistolettos Das dritte Paradies. Perfekt zum Entspannen und Nachdenken.
Einsiedelei der Carceri (Berg Subasio)

Ein Kloster inmitten der Wälder, in das sich der heilige Franziskus und seine Anhänger zum Gebet zurückzogen. Es bietet Ruhe und atemberaubende Ausblicke.
Perugia

Die Hauptstadt Umbriens ist berühmt für den Großen Brunnen, den Palazzo dei Priori, die Rocca Paolina und die Schokolade von Perugina. Lebendig und reich an Geschichte.
Kirche von San Damiano (Assisi)

Ein schlichter und ergreifender Ort, an dem der heilige Franziskus Inspiration für seine Mission erhielt und die heilige Klara lebte.
Arezzo

Toskanische Stadt reich an Kunst und Geschichte, bekannt für die Piazza Grande, die Fresken von Piero della Francesca in der Kirche San Francesco und die mittelalterliche Atmosphäre.
Trasimeno-See

Der viertgrößte See Italiens, umgeben von Dörfern wie Castiglione del Lago und Passignano. Er bietet Outdoor-Aktivitäten, ruhige Strände und Bootsausflüge zu den Inseln.

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Grüße von deiner Walking Cap!
Matteo














